Blei-Hausanschlüsse vor 1973

Vor 1973 verlegte Bleileitungen mussten nicht sofort ausgetauscht werden. Solange der Grenzwert eingehalten wurde, galt die Leitung als „in Ordnung“. Doch „im grünen Bereich“ bedeutete nur, dass die damaligen rechtlichen Anforderungen erfüllt waren – nicht, dass die Situation gesundheitlich unbedenklich war.

Erreger, die mit Fäkalien ins Wasser gelangen können

„Enterokokken sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein Warnsignal. Ihr Nachweis bedeutet, dass Fäkalien ins Trinkwasser gelangt sind – und damit möglicherweise auch hochresistente Parasiten wie Cryptosporidien oder Giardien, die gegen Chlor unempfindlich sind. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei null Keimen – jeder einzelne Fund ist ein Verstoß. Deshalb ist das Abkochgebot keine Überreaktion, sondern der einzige wirksame Schutz vor einer realen Gesundheitsgefahr.“

Bleitest an einer über 120 Jahre alten Schule

Warum Laborergebnisse zur Trinkwasserqualität an Schulen ohne Stagnationsprobe ($S_0$) oft keine Aussagekraft haben. Eine methodische Kurz-Analyse.

Der Pestizid-Summengrenzwert und seine stille Lücke

Der Pestizid-Summengrenzwert von 0,5 Mikrogramm pro Liter klingt streng – bis man merkt, dass er nur die tatsächlich gesuchten Substanzen zählt, nicht alle 278 in Deutschland zugelassenen Wirkstoffe. Ein eingehaltener Grenzwert ist damit oft eine Aussage über die Grenzen der Suche, nicht über die Abwesenheit von Rückständen.