Psychopharmaka mit Stagnationswasser

Medikamente und Trinkwasser

Tabletten werden kontrolliert, Dosierungen dokumentiert und Wechselwirkungen geprüft. Doch mit welchem Wasser nehmen psychisch erkrankte Menschen in stationären Einrichtungen ihre Medikamente ein? Gerade nach längerer Stagnation können alte oder problematische Installationen Blei an das Trinkwasser abgeben. Ein möglicher Expositionsweg, über den bislang erstaunlich wenig bekannt ist.

Psychopharmaka mit Stagnationswasser

Medikamente und Trinkwasser

Tabletten werden kontrolliert, Dosierungen dokumentiert und Wechselwirkungen geprüft. Doch mit welchem Wasser nehmen psychisch erkrankte Menschen in stationären Einrichtungen ihre Medikamente ein? Gerade nach längerer Stagnation können alte oder problematische Installationen Blei an das Trinkwasser abgeben. Ein möglicher Expositionsweg, über den bislang erstaunlich wenig bekannt ist.

Abkochgebote für Einrichtungen – unrealistisch?

Ein Abkochgebot lässt sich in einem Privathaushalt meist vergleichsweise einfach umsetzen. In Pflegeheimen und Kliniken ist das deutlich schwieriger – obwohl dort besonders viele Menschen leben oder behandelt werden, die vor Infektionen besonders geschützt werden müssen. Abgekochtes Wasser muss dort nicht nur zum Trinken bereitstehen, sondern in zahlreiche Pflege-, Küchen- und Versorgungsabläufe integriert werden. Genau diese organisatorische Belastung macht vulnerable Menschen zusätzlich abhängig von einer funktionierenden Umsetzung.

Keine Erkrankungsfälle bekannt – eine Lüge?

Ein Abkochgebot wird ausgesprochen, gleichzeitig heißt es, es seien keine Erkrankungsfälle bekannt und von keiner konkreten Gefährdung auszugehen. Doch wie sollen mögliche Erkrankungen überhaupt erkannt und dem Trinkwasser zugeordnet werden, wenn weder typische Beschwerden noch der Hinweis genannt werden, den behandelnden Arzt ausdrücklich über die Trinkwasserverunreinigung zu informieren? Genau hier zeigt sich eine entscheidende Lücke in der Risikokommunikation.