„Keine Bleileitungen im Versorgungsnetz“
enn Wesernetz in Bremen mitteilt, „im Trinkwassernetz gibt es keine Bleileitungen“, dann ist dieser Satz für sich genommen korrekt – und dennoch geeignet, Verbraucher in falscher Sicherheit zu wiegen. Denn das „Trinkwassernetz“ des Versorgers endet nicht dort, wo die Gefahr beginnt, sondern das Unternehmen definiert seinen Verantwortungsbereich so, dass die problematischen Leitungen gar nicht mehr dazugehören. Wer die Aussage liest und denkt „dann ist bei mir alles in Ordnung“, hat die entscheidende Lücke übersehen: Die Bleileitungen, die es noch gibt, liegen hinter dem Wasserzähler – oder sogar davor, aber auf Privatgrund.