Der Fokus auf die vergessene Gefahr

Wer glaubt, dass Bleivergiftungen nur ein Problem von romantischen Altbauten aus der Kaiserzeit sind, irrt gewaltig. Bis weit in die 1970er-Jahre hinein wurde beim Verlegen von Kupferrohren standardmäßig bleihaltiges Lot verwendet. Erst 1973 wurde diese Praxis verboten. Das bedeutet: Auch in den vermeintlich modernen Wohnblöcken und Einfamilienhäusern der Nachkriegsgenerationen lauert das Schwermetall genau dort, wo das Wasser stagniert – an den Lötstellen. Warum gerade diese Baujahre eine gefährliche Wissenslücke bergen und warum das Alter der Rohre die Korrosion sogar noch beschleunigt.

Ehrlichkeit per Gesetz verboten

Der Stichtag 12.01.2026: Von der Modernisierung zur Zwangsmaßnahme Aspekt Vor dem 12.01.2026 Seit dem 12.01.2026 Rechtslage Bleileitungen durften betrieben werden, solange der Grenzwert (10 µg/l) eingehalten wurde. Absolutes Betriebsverbot. Bestehende Bleileitungen müssen zwingend entfernt oder stillgelegt sein. Werbestatus Der Austausch galt als „freiwillige Modernisierung“ und durfte werbewirksam als Qualitätsmerkmal hervorgehoben werden. Der Austausch ist eine … Weiterlesen