Der Mythos: Gut kontrolliertes Trinkwasser

Unser Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel“ – eine Halbwahrheit

Die behördliche Kontrolle endet am Wasserzähler. Danach liegt die Verantwortung beim Eigentümer – ohne staatliche Prüfung von Hausleitungen oder Armaturen. Zudem wird nur auf gesetzliche Grenzwerte getestet, nicht auf tausende andere Stoffe wie Mikroplastik oder Medikamentenrückstände. Die größte Lücke ist die zeitliche: Zwischen den amtlichen Stichproben liegen Monate. In dieser Zeit wachsen Biofilme, Schwermetalle lösen sich aus Leitungen, und Wasser erwärmt sich – alles unentdeckt. Die Sicherheit des Wassers endet dort, wo die Kontrolle aufhört.

Pseundonomas in Cadolzburg

Ein Abkochgebot in Cadolzburg und die Frage nach dem Schutz der Schwächsten: Wenn Pseudomonas aeruginosa im Trinkwassernetz auftaucht, geht es um mehr als nur technische Details. Es geht um die Sicherheit in Altenheimen und Krankenhäusern. Doch die Behörden reagieren mit ausweichenden Antworten und der Forderung nach einem Presseausweis, während die eigentlichen Fragen zu Biofilmen und Kontrollmechanismen unbeantwortet bleiben. Kein Presseausweis – keine Antwort