Der Gesetzgeber ignoriert Kritik

Wenn so viele namhafte Institutionen wie Verbraucherzentralen, Haus & Grund und der Deutsche Mieterbund seit Jahren die eklatante Schwachstelle der Trinkwasserverordnung kritisieren – nämlich die fehlende Kontrolle und Durchsetzung bei privaten Hausinstallationen –, dann reagiert der Gesetzgeber meist mit genau derselben Strategie:

Er verlängert Fristen, schafft Ausnahmeregelungen und schreibt weitere Informationspflichten vor.

Statt die Kontrollen zu verschärfen, mehr Stichproben einzuführen oder wirksame Sanktionen zu schaffen, wird die Verantwortung weiter auf den privaten Eigentümer abgewälzt – ohne dass dieser ernsthaft überprüft wird.

Das ist keine Lösung, sondern eine klassische Scheinreaktion: Man tut etwas auf dem Papier, ändert aber nichts an den strukturellen Defiziten. Das System bleibt, wie es ist: streng in der Theorie, zahnlos in der Praxis.

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