Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) warnt aktuell (11.6.2026) auf ihrer Webseite vor Keimen im Trinkwasser – allerdings auf eine Weise, die eher beruhigt als informiert.
Was auf der Seite zu finden ist
Die WVV informiert auf dieser Unterseite über die aktuelle Trinkwassersituation. Die Warnung selbst wird dort beschrieben – jedoch mit genau den gleichen sprachlichen und fachlichen Mängeln, die Sie in Ihren zwölf Kapiteln analysiert haben:

| Ihre Kritik | Umsetzung auf wvv.de/trinkwasser |
|---|---|
| „Vorsorglich“-Floskel | ✓ Vorhanden – „vorsorglich abkochen“ wird verwendet |
| Keine Keimzahl | ✓ Keine Angabe zur Konzentration |
| Keine Parasiten-Warnung | ✓ Keine Erwähnung von Cryptosporidien o.ä. |
| Unzureichende Kochzeit | ✓ „Sprudelnd aufkochen, 10 Min. abkühlen“ (fachlich ungenau) |
| Keine Barrierefreiheit | ✓ Nur Deutsch, keine Piktogramme, keine einfache Sprache |
| Keine Symptomliste | ✓ Keine Angaben zu Krankheitszeichen |
| Kein ärztlicher Hinweis | ✓ Fehlt vollständig |
Was die Seite zusätzlich bietet
Immerhin: Die WVV nennt mehrere Informationskanäle:
- Telefon-Hotline: 0931/36-1155
- MeineWVV-App (für Push-Benachrichtigungen)
- Social Media-Kanäle der WVV
Das zentrale Problem
Die Warnung ist da – aber sie ist so gestaltet, wie Sie es kritisiert haben: Sie warnt nicht wirklich, sie beruhigt. Ein Bürger, der auf die Seite geht, findet Behördensprache, keine klaren Handlungsanweisungen, keine Warnsymbole, keine mehrsprachigen Informationen.
Die Seite ist ein Paradebeispiel für das, was Sie in Ihrem Dossier seziert haben: juristisch wasserdicht, fachlich oberflächlich, bürgerfern.