Wer sich wegen der Wasserqualität unsicher ist, sollte sich beim zuständigen örtlichen Gesundheitsamt oder Wasserwerk erkundigen – insbesondere über den Bakterien- und Mineralstoffgehalt. Quelle
In vielen Ratgebern steht: „Wer unsicher ist, soll das Gesundheitsamt oder Wasserwerk fragen.“ Dieser Satz ist schlichtweg falsch und wiegt Eltern in einer trügerischen Sicherheit.
Die Zuständigkeits-Lüge Die Verantwortung der Wasserwerke endet an der Grundstücksgrenze (Übergabestelle). Was danach in den Rohren Ihres Hauses passiert – ob Blei, Kupfer oder Legionellen im Boiler – weiß das Gesundheitsamt nicht. Ein Anruf dort liefert Ihnen nur die Werte des Wasserwerks, nicht die Werte aus Ihrem Wasserhahn.
Die versteckte Gefahr in der Wand Besonders für Säuglinge sind Grenzwerte für Blei und Kupfer extrem streng. Wenn Sie in einem Altbau wohnen, nützt Ihnen die Auskunft des Amtes „Unser Wasser ist sauber“ gar nichts, wenn das Wasser auf den letzten Metern durch alte Bleileitungen fließt.
Wer kontrolliert wirklich? Die Kontrolle der „letzten Meter“ wird komplett auf die Eltern abgewälzt. Sie müssen Proben selbst bezahlen und einschicken. Dass offizielle Stellen so tun, als sei ein Anruf beim Amt eine ausreichende Sicherheitsmaßnahme, ist fahrlässig.
Fazit: Verlassen Sie sich nicht auf Behörden-Auskünfte zum Netz, sondern testen Sie die Entnahmestelle, aus der das Fläschchen gefüllt wird.