Die Illusion der Reinheit

Das „saubere Österreich“ vs. die Realität der Proben.

„Was nicht gesucht wird, kann auch nicht gefunden werden.“

Umweltverschmutzung macht vor Ländergrenzen nicht halt. Während sauberes Trinkwasser in Österreich oft als unantastbare Selbstverständlichkeit gilt, offenbaren aktuelle Untersuchungen der Umweltorganisation GLOBAL 2000 ein erschreckendes Bild. Selbst in Mineralwasser wurden Spuren hochgiftiger Chemikalien gefunden.

Die unsichtbare Belastung: TFA Die Rede ist von TFA (Trifluoracetat), einem Abbauprodukt von PFAS-Pestiziden. An offiziellen Messstellen wurde im Durchschnitt das Zehnfache des erlaubten EU-Grenzwerts festgestellt – im Tullnerfeld sogar das 300-Fache!

Fakten zu TFA:

  • Gelangt als Abbauprodukt von PFAS-Pestiziden ins Grundwasser.
  • Wirkt im Tierversuch fortpflanzungsgefährdend.
  • Ist eine „Ewigkeitschemikalie“ – sie baut sich nicht ab.
  • Derzeit keine amtliche Überwachung und keine verbindlichen Grenzwerte.
Grenzwert-Groteske und Systemversagen Niemand weiß genau, wie viele Wasserversorgungsanlagen massiv belastet sind, da TFA oft gar nicht auf der Liste der zu suchenden Stoffe steht. Statt das Problem entschlossen zu bekämpfen, droht die Übernahme veralteter Grenzwerte, die Kinder und Säuglinge nicht ausreichend schützen.

Mein Fazit: Uns wird immer weißgemacht, wie streng alles kontrolliert wird. Doch was nicht gesucht wird, kann auch nicht gefunden werden. Andere Länder wie die Niederlande und Belgien zeigen uns mit strengeren Werten längst, was möglich wäre, um die Bevölkerung wirklich zu schützen.

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