Machtlos am Wasserhahn:

Wer kein alternatives Leitungsnetz zur Verfügung hat, muss schlucken, was aus dem Hahn kommt – rhetorisch wie praktisch. Genau dieses monopolartige Machtgefälle nutzen einige Wasserversorger gezielt aus, wenn Verkeimungen auftreten. Statt reinen Wein über marode Strukturen einzuschenken, werden Betroffene mit fachlich klingenden Nebelkerzen und angeblichen Ursachenanalysen abgespeist. Die behauptete Spurensuche wird dabei zum rhetorischen Schutzschild: Sie täuscht Handlungsfähigkeit vor, schützt vor Haftungsansprüchen und verdeckt das bequeme Aussitzen teurer Erneuerungen auf dem Rücken der Verbraucher.