Offiziell ist die Informationsseite der Stadt Gersthofen zur Chlorung nicht mehr erreichbar. Doch die Archiv-Daten (Stand 2021) sprechen eine deutliche Sprache. Hier wurde schwarz auf weiß dokumentiert, wie massiv die Auswirkungen auf den Alltag der Bürger waren:
- Hautprobleme: Bürger mit ärztlichem Attest erhielten kostenfreien Zugang zu Duschen im ‚Titania Neusäß‘, da das Leitungswasser zu Reizungen führte.
- Babynahrung: Es wurde empfohlen, bei Geruchsveränderungen auf Flaschenwasser auszuweichen – ein Offenbarungseid für die Qualität des Trinkwassers.
- Aquarien: Das Wasser wurde als schädlich für Fische eingestuft.
Dass diese FAQs heute nicht mehr online sind, ändert nichts an der Tatsache: Chlorierung ist keine harmlose Standardmaßnahme, sondern ein massiver Eingriff in die Lebensqualität. Interessanterweise verschwinden kritische FAQ-Seiten der Behörden oft so schnell wie der Chlorgeruch, sobald das Thema aus den Schlagzeilen soll. Doch das Internet vergisst nicht – und die Fragen nach den Langzeitfolgen der jahrelangen Chlorung in Gersthofen bleiben bestehen, auch wenn die offizielle Seite gelöscht wurde.