Wenn der Wasserfilter zur Schmutzbombe wird

Es gibt drei zuverlässige Indikatoren, an denen man das Datum der letzten Wartung ablesen oder zumindest abschätzen kann:

1. Der Wartungsaufkleber oder Anhänger

  • Die Plakette: Ähnlich wie bei der TÜV-Plakette am Auto oder der Wartung von Feuerlöschern bringen Fachhandwerker nach dem Wechsel oder Spülen meist einen Aufkleber oder einen Kartonanhänger direkt am Filtergehäuse an.
  • Was steht drauf? Dort wird das Datum der Durchführung sowie das Kürzel des Monteurs handschriftlich vermerkt. Fehlt ein solcher Aufkleber komplett oder zeigt er ein Datum, das länger als sechs Monate zurückliegt, ist die Wartung überfällig.

2. Das Manometer (Druckanzeige)

Viele moderne Hausstationen besitzen zwei Druckmesser – eines vor und eines hinter dem Filter.

  • Die Druckdifferenz: Stehen beide Zeiger bei fließendem Wasser nahezu auf dem gleichen Wert (z. B. 4 bar), ist der Filter sauber.
  • Der Indikator: Sinkt der Druck auf dem hinteren Manometer spürbar ab, sobald im Haus ein Wasserhahn geöffnet wird, deutet das auf einen zugesetzten Filter hin. Einige Filter haben am Manometer auch einen roten, verstellbaren Merker, der bei der letzten Wartung auf den aktuellen Druck eingestellt wurde, um ein Nachlassen optisch sofort zu erkennen.

3. Der optische Zustand (Verschmutzungsgrad)

Bei Filtern mit einer transparenten Tasse (wie im obigen Extrembeispiel, nur eben in sauber) lässt sich der Zustand mit bloßem Auge beurteilen:

  • Frischer Filter: Das Filterelement ist weiß, hellgrau oder klar strukturiert.
  • Fällige Wartung: Das Material zeigt eine deutliche gelbliche, bräunliche oder dunkelgraue Verfärbung durch zurückgehaltene Partikel. Sobald sich eine sichtbare Schicht auf dem Gewebe oder Vlies abgesetzt hat, sollte gehandelt werden – selbst wenn das halbe Jahr noch nicht ganz um ist.

Darüber hinaus lohnt sich ein Blick in den Wartungsordner des Hauses: Seriöse Fachbetriebe dokumentieren den Austausch oder die Rückspülung im Rahmen eines Wartungsvertrags immer im Betriebsbuch der Trinkwasser-Installation oder auf der entsprechenden Handwerkerrechnung.

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