Kommentar: Schluss mit den faulen Ausreden

Hinter vorgehaltener Hand ist das Trinkwassernetz ein Sanierungsfall auf Raten. Doch statt schonungsloser Aufklärung flüchten sich Behörden lieber in Beruhigungspropaganda, während Lokalmedien lebenswichtige Warnungen hinter Bezahlschranken monetarisieren. Ein unhaltbarer Zustand, der die Bevölkerung systematisch entmündigt und ihr jede Chance auf Eigenverantwortung nimmt.

Das Ende des Fachjournalismus

Nicht nur der Lokalredakteur von nebenan kapituliert vor der Komplexität des Trinkwassers. Auch die großen Medienhäuser haben den Fachjournalismus fast vollständig abgeschafft. Das Ergebnis ist eine nationale Berichterstattung, die kritische Themen wie Chlor-Resistenz und die mangelnde Meldepflicht von Pseudomonas einfach „verspricht“.