{"id":314,"date":"2026-05-23T20:39:10","date_gmt":"2026-05-23T20:39:10","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.trinkwasserinfo.eu\/?p=314"},"modified":"2026-05-23T20:39:11","modified_gmt":"2026-05-23T20:39:11","slug":"joschka-fischer-war-kein-gruener","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/trinkwasserinfo.eu\/tr\/system-check-behoerden-recht\/joschka-fischer-war-kein-gruener\/","title":{"rendered":"Joschka Fischer war kein Gr\u00fcner"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer glaubt, dass &bdquo;Gr&uuml;ne Politik&ldquo; automatisch sauberes Wasser bedeutet, sollte den Blick nach Frankfurt-Griesheim richten. Der Fall der Firma <strong>Elwenn &amp; Frankenbach<\/strong> zeigt, wie politische Deals den Umweltschutz aushebeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der 16-Tonnen-Friedhof<\/strong> Zwischen 1969 und 1986 wurden hier Quecksilber-Reste, Batterien und Industrieschl&auml;mme verarbeitet. Experten sch&auml;tzen, dass <strong>16 Tonnen Quecksilber<\/strong> im Boden zur&uuml;ckblieben. Doch statt einer Totalsanierung gab es politischen Schacher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der &bdquo;faule Deal&ldquo; des Joschka Fischer<\/strong> 1993 lie&szlig; sich der damalige hessische Umweltminister Joschka Fischer (Gr&uuml;ne) auf einen fragw&uuml;rdigen Deal mit dem Konzern Degussa ein: F&uuml;r eine l&auml;cherliche &bdquo;K&ouml;der-Zahlung&ldquo; von 5 Millionen Mark &uuml;bernahm das Land Hessen das Sanierungsrisiko, das auf 45 Millionen gesch&auml;tzt wurde. Der Konzern war fein raus, der Steuerzahler und die Umwelt hatten das Nachsehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Versiegeln statt Sanieren<\/strong> Anstatt den Giftm&uuml;ll aus bis zu 22 Metern Tiefe zu holen, wurde das Gel&auml;nde als &bdquo;Notl&ouml;sung&ldquo; einfach mit Asphalt versiegelt. Ein &bdquo;Quecksilber-Pflaster&ldquo;, w&auml;hrend das Gift im Untergrund weiterarbeiten konnte. Erst Jahrzehnte und eine W&auml;hrungsreform sp&auml;ter &ndash; 2012 &ndash; erfolgte eine Alibi-Sanierung f&uuml;r einen Bruchteil der urspr&uuml;nglich veranschlagten Summe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das ewige Monitoring: Ein Projekt ohne Ende<\/strong> Meine aktuellen Recherchen bei der HIM GmbH zeigen: Das Projekt ist auch nach &uuml;ber 30 Jahren nicht abgeschlossen. Es befindet sich in der &bdquo;Nachsorge&ldquo;. Projektleiter Florian Schmidt best&auml;tigt, dass das Grundwassermonitoring weiterl&auml;uft. Doch die entscheidende Frage bleibt: Was ist in all den Jahren der Unt&auml;tigkeit ins Grundwasser und damit in unser Trinkwasser gesickert?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Mein Fazit:<\/em> Wenn Politik auf Wirtschaft trifft, wird die Umwelt oft zum Bauernopfer. Dass offizielle Berichte dazu heute pl&ouml;tzlich &bdquo;aus unternehmensinternen Gr&uuml;nden&ldquo; verschwinden, passt ins Bild. Wir werden in Sicherheit gewiegt, w&auml;hrend unter unseren F&uuml;&szlig;en das Gift der Vergangenheit verwaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"988\" height=\"577\" src=\"http:\/\/wordpress.trinkwasserinfo.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bildschirmfoto-2026-05-23-um-22.15.11.png\" alt=\"Sanierungskonzept Elwenn &amp; Frankenbach Frankfurt Quecksilber\" class=\"wp-image-315\" srcset=\"https:\/\/trinkwasserinfo.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bildschirmfoto-2026-05-23-um-22.15.11.png 988w, https:\/\/trinkwasserinfo.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bildschirmfoto-2026-05-23-um-22.15.11-300x175.png 300w, https:\/\/trinkwasserinfo.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bildschirmfoto-2026-05-23-um-22.15.11-768x449.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 988px) 100vw, 988px\"><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Chronik einer angek&uuml;ndigten Altlast: Der Fall Elwenn &amp; Frankenbach<\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>1969 &ndash; 1986:<\/strong> Die Firma bereitet Quecksilber-R&uuml;ckst&auml;nde und Industrieabf&auml;lle auf. Sch&auml;tzungsweise <strong>16 Tonnen Quecksilber<\/strong> versickern im Boden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>1984:<\/strong> Der Gro&szlig;konzern <strong>Degussa<\/strong> steigt mit 75 % in das Unternehmen ein.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>1989:<\/strong> Erst 20 Jahre nach Betriebsbeginn werden Grundwassermessstellen errichtet. Ergebnis: Massive Belastungen bis in <strong>28 Meter Tiefe<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mai 1993:<\/strong> Der &bdquo;Fischer-Deal&ldquo;. Umweltminister Joschka Fischer l&auml;sst Degussa f&uuml;r nur <strong>5 Mio. Mark<\/strong> aus der Haftung. Das Land Hessen &uuml;bernimmt das Millionenrisiko der Sanierung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>1993 &ndash; 2012:<\/strong> &bdquo;Vogel-Strau&szlig;-Strategie&ldquo;. Das Gel&auml;nde wird lediglich mit einer <strong>Asphaltdecke<\/strong> versiegelt. Das Gift bleibt im Boden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>2012 &ndash; 2013:<\/strong> Sp&auml;te Alibi-Sanierung f&uuml;r ca. <strong>2,5 Mio. Euro<\/strong> (ein Bruchteil der urspr&uuml;nglich veranschlagten 45 Mio. Mark).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Heute:<\/strong> Das Projekt befindet sich laut HIM GmbH in der <strong>&bdquo;Nachsorge&ldquo;<\/strong>. Das Grundwasser wird weiterhin &uuml;berwacht &ndash; ein Ende der Gef&auml;hrdung ist nach &uuml;ber 30 Jahren nicht in Sicht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wurde die Bev&ouml;lkerung gewarnt?<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kurze Antwort lautet: <strong>Nein, nicht im Sinne einer echten Gefahrenabwehr.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Keine aktive Warnung:<\/strong> Es gab damals keine Flugbl&auml;tter, keine &ouml;ffentlichen Warnhinweise vor der Nutzung von Gartenbrunnen in der direkten Nachbarschaft oder &auml;hnliche Ma&szlig;nahmen, die bei 16 Tonnen Quecksilber im Boden angemessen gewesen w&auml;ren.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Informationspolitik &bdquo;nach Bedarf&ldquo;:<\/strong> Informationen flossen nur tr&ouml;pfchenweise und meist nur als Reaktion auf Presseanfragen (wie vom <em>Focus<\/em> oder der <em>taz<\/em>). Die Strategie war: Solange niemand fragt, wird nichts gesagt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die &bdquo;Asphalt-Beruhigung&ldquo;:<\/strong> Die Versiegelung des Gel&auml;ndes wurde als ausreichende Sicherheitsma&szlig;nahme verkauft. Damit wurde der Eindruck erweckt, das Problem sei &bdquo;eingekapselt&ldquo; und somit erledigt. Dass das Gift unter dem Asphalt l&auml;ngst im Grundwasser wanderte, wurde kommunikativ unter den Teppich gekehrt.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der heutige Stand (2026)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Thema ist alles andere als abgeschlossen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Status: Nachsorge.<\/strong> Das bedeutet im Beh&ouml;rdendeutsch: Die aktive Sanierung ist beendet, aber man traut der Sache nicht trauen. Das Gel&auml;nde steht unter &bdquo;regelm&auml;&szlig;iger &Uuml;berwachung&ldquo;.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Das ewige Monitoring:<\/strong> Es werden weiterhin Grundwasserproben entnommen, um zu sehen, ob die Quecksilber-Fahne weiterwandert. Das ist ein Eingest&auml;ndnis, dass die Gefahr nicht gebannt, sondern nur beobachtet wird.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kosten-Diskrepanz:<\/strong> Von den urspr&uuml;nglich veranschlagten 45 Millionen Mark (ca. 23 Mio. Euro) f&uuml;r eine echte Totalsanierung wurden letztlich nur ca. 2,5 Millionen Euro ausgegeben. Man hat also nur etwa <strong>10 % des notwendigen Aufwands<\/strong> betrieben. Der Rest des Gifts bleibt eine Altlast f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-base-2-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-e411b1fdc7fec1f44b3213f5bb594d44 wp-block-paragraph\" style=\"background-color:#431fbf\"><strong>Was hier als &sbquo;Nachsorge&lsquo; betitelt wird, ist nichts anderes als das Verwalten eines Staatsgeheimnisses. Man misst, um den Schein der Kontrolle zu wahren, w&auml;hrend das eigentliche Sanierungsziel &ndash; die r&uuml;ckstandslose Entfernung des Giftes &ndash; aus Kostengr&uuml;nden und politischem Kalk&uuml;l l&auml;ngst aufgegeben wurde. Die Anwohner in Griesheim leben auf einem Quecksilber-Zeitbombem, &uuml;ber das man heute lieber schweigt, als die Bev&ouml;lkerung ehrlich &uuml;ber die Langzeitfolgen aufzukl&auml;ren.<\/strong> Genau so machen wir es. Damit wird aus der trockenen Chemie eine handfeste Anklage gegen das jahrzehntelange Versinkenlassen des Problems.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier ist der finale Abschnitt, den du direkt unter deine Beweis-Box und die Vergleichstabelle in WordPress kopieren kannst. Er ist im &bdquo;Stehle-Stil&ldquo; verfasst: klar, ungesch&ouml;nt und messerscharf.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die chemische Zeitbombe: Warum Asphalt nicht hilft<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass uns die Politik damals eine Asphaltdecke als &bdquo;Sicherung&ldquo; verkauft hat, ist r&uuml;ckblickend der gr&ouml;&szlig;te Teil des Beschisses. Wer glaubt, Quecksilber bliebe einfach als glitzernder, schwerer Tropfen an Ort und Stelle liegen, irrt gewaltig. Die Chemie arbeitet gegen uns &ndash; und die Unt&auml;tigkeit der Beh&ouml;rden hat ihr 30 Jahre Zeit daf&uuml;r geschenkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die gef&auml;hrliche Verwandlung im Verborgenen<\/strong> In den letzten drei Jahrzehnten ist unter dem Asphalt genau das passiert, was Experten bef&uuml;rchtet haben: Bodenbakterien haben das metallische Quecksilber in hochgiftiges, wasserl&ouml;sliches <strong>Methylquecksilber<\/strong> umgewandelt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Der fatale Unterschied:<\/strong> W&auml;hrend metallisches Quecksilber schwer ist und eher lokal im Boden &bdquo;festh&auml;ngt&ldquo;, ist Methylquecksilber mobil. Es ist jetzt ein unsichtbarer Gift-Cocktail, der direkt in das Grundwasser &uuml;bergegangen ist.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die unsichtbare Reise:<\/strong> Dieses Gift wandert nun als kilometerlange Schadstofffahne unter Frankfurt-Griesheim hindurch. Es orientiert sich nicht an Grundst&uuml;cksgrenzen, sondern am Flie&szlig;weg des Grundwassers &ndash; hin zu Brunnen, B&auml;chen und G&auml;rten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mein Fazit zur &bdquo;Nachsorge&ldquo;<\/strong> H&auml;tte man 1993 die versprochene Totalsanierung durchgef&uuml;hrt, h&auml;tte man den Giftherd noch lokal entfernen k&ouml;nnen. Durch das jahrzehntelante Aussitzen wurde aus einem l&ouml;sbaren Problem eine dauerhafte, unkontrollierbare Bedrohung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-base-2-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-f630c6d00d9206e2a4771ed4f38924b9 wp-block-paragraph\" style=\"background-color:#431fbf\">Was uns heute als &bdquo;Monitoring&ldquo; verkauft wird, ist im Grunde nur die Beobachtung einer Katastrophe in Zeitlupe. Man misst, weil man das Gift im Wasser nicht mehr einfangen kann. Der Asphalt oben sch&uuml;tzt niemanden vor dem, was unten l&auml;ngst mobil geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>16 Tonnen Quecksilber im Boden und ein politischer \u201eDeal\u201c auf Kosten der Umwelt. 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